Von der Antike bis in die Gegenwart - Glaskunst-Workshops in Rheinbach

von Sebastian Ramm

Das lange Warten hat ein Ende - vom 17.08. bis 24.08.2021 ermöglichte die Tutsek Stiftung aus München in einem regionalen Workshop den Auszubildenden des dritten Jahrgangs der Glaser und der Glasveredler die Grundlagen des Glasblasens kennenzulernen. Begleitet wurden die Teilnehmer von den namhaften Glaskünstlern Korbinian Stöckle, Wilhelm Vernim und Frank Wiesenberg. Mit geballtem Wissen und jahrelanger Erfahrung konnte den Glaskünstlern von Morgen das Herstellen von Glasobjekten am hauseigenen Studio-Ofen und das Glasblasen am originalgetreuen Nachbau eines römischen Glasofens, gefördert unter anderem durch die NRW-Stiftung, nahegebracht werden.

Das Glasblasen fand ferner parallel zur Ausstellungseröffnung der Glaskünstlervereinigung NRW im Glaspavillon am 21.08.2021 statt, bei der die Besucher der Arbeit mit dem geschmolzenen Glas beiwohnen durften. In den Workshops mit den Glaskünstlern sind überdies Ideen und Entwürfe für den internationaler Glaskunstpreis der Stadt Rheinbach im kommenden Jahr weiterentwickelt worden. Neben den Schülerinnen und Schülern der Glasfachschule Rheinbach werden dort auch internationale Glasschulen teilnehmen.

Ein besonderes Highlight war das Abschluss-Event der Workshops, in dem sich alle Beteiligten in einem Kunstobjekt verewigen konnten. Dabei wurde 1270°C heißes Glas in eine von den Schülerinnen und Schülern individuell gestalteten Sandgussform abgegossen. 

Mit großer Vorfreude blicken wir auch auf den kommenden Sommer 2022, der viele Events im Bereich der Glaskunst bereithält. Wie die UNO bekannt gibt, hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Jahr 2022 zum Internationalen Jahr des Glases erklärt. Neben dem internationalen Glaskunstpreis der Stadt Rheinbach wird auch das Artists in Residence Projekt stattfinden, welches mit international angesehenen Glaskünstlern den Werkstoff Glas dem Fachpublikum aber auch der allgemeinen Öffentlichkeit in der römischen Glashütte näherbringen wird. Parallel richtet die Glasfachschule einen mit Spannung erwarteten Höhepunkt aus: Das zweite internationale Glassymposium für skulpturale Glaskunst wird durch Workshops internationaler Glaskünstler begleitet und von der Tutsek Stiftung aus München gefördert. 

 

Text: Julia Meier

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