Erfolgreiche Kooperation der Staatlichen Glasfachschule Rheinbach mit dem Oberlandesgericht Köln

von Sebastian Ramm

Gestaltungstechnische Assistenten der Glasfachschule Rheinbach erstellen Informationsgrafiken zu Themenbereichen der Justiz

Getragen von der Idee, den zahlreichen Besuchern und Gästen des Oberlandesgerichts Köln die Welt der Justiz auf leicht verständliche und anschauliche Art und Weise mithilfe von eingängigen Grafiken näherbringen zu können und dabei zugleich einen Beitrag zu einer berufspraktischen Ausbildung zu leisten, haben das Oberlandesgericht Köln und die Glasfachschule Rheinbach im Jahr 2020 ein gemeinsames Projekt entwickelt: Klassen von Gestaltungstechnischen Assistenten der Glasfachschule sollten kreative Infografiken zu verschiedenen Themenbereichen der Justiz planen und grafisch realisieren. 

Im Februar 2020 besuchte eine Klasse der Gestaltungstechnischen Assistenten das Oberlandesgericht Köln, um sich einen ersten Überblick über die rechtswissenschaftlichen Themenbereiche und die essenziellen Fakten zu verschaffen. Eine Führung durch das architektonisch imposante Gebäude des Oberlandesgerichts rundete den Besuch der Gruppe ab und ließ die Schülerinnen und Schüler zugleich Gerichtsluft schnuppern.

Im Anschluss an eine weitere Phase, in der noch mehr Informationen gesammelt und Wissen über die darzustellenden rechtswissenschaftlichen Themengebiete aufgebaut werden konnte, machten sich die angehenden Gestalter ans Werk. In den darauffolgenden Wochen widmeten sie sich der kreativen Problemlösung und entwickelten erste Lösungsansätze. Diese wurden im Unterricht systematisch ausgearbeitet und in enger Abstimmung mit dem Oberlandesgericht Köln auf Machbarkeit und Verständlichkeit überprüft. So entstanden schließlich sieben Grafiken zu den Themenbereichen „Strafverfahren“, „Zivilverfahren“, „Familiengericht“, „Juristisches Referendariat und Staatsexamen“ sowie zu dem Gerichtsgebäude des Oberlandesgerichts Köln am Reichensperger Platz und dem Bezirk des Oberlandesgericht Köln.

In einem gemeinsamen Termin am 5.Mai 2021 in dem Gebäude der Glasfachschule werden die fertiggestellten Grafiken „offiziell“ übergeben.

Das sowohl aus Sicht der Glasfachschule als auch aus Sicht des Oberlandesgerichts äußerst gelungene Projekt wurde im berufsbezogenen Fachunterricht Gestaltungstechnik realisiert und durch die Fachlehrerin Frau Stephanie Mörs betreut. Die Herausforderung für die Auszubildenden bestand, neben der Pandemie-bedingten Verlagerung des Unterrichts in die Distanz, insbesondere darin, komplexe Informationen und Daten visuell aufzubereiten und Gesamtzusammenhänge bildhaft zu präsentieren. Dabei musste die Vermittlung von Fakten möglichst effizient erfolgen und ein großer Wert auf Klarheit, Genauigkeit und Anschaulichkeit gelegt werden. Die Bearbeitung realer Kundenaufträge ermöglicht den Schülerinnen und Schüler, berufspraktische und lebensweltliche Erfahrungen zu sammeln und Lernen authentisch und ganzheitlich zu erfahren.

 

 

Zurück