Die Zukunft des Deutschen Films?

Unsere Independent-Produktionen sind das nächste große Ding!

Die hier vorgestellten Filme wurden von Gestaltungstechnischen Assistenten im Fach Audiovision produziert. 

  1. Konzeption, Drehbuch, Storyboard
  2. Dreharbeiten mit allen gängigen Kameratechniken
  3. Postproduktion, Schnitt, Vertonung, Effekte, Animation, Sound Design, Musik und Sprachaufnahmen

WunderWald - Der Film

Wir sind ein Gruppe junger Erwachsener, die sich am Berufskolleg in Rheinbach zu einem Filmteam zusammengefunden haben. Ein Jahr lang haben wir für eine 40minütige Film-Dokumentation verschiedene Facetten zum Thema Wald gedreht. Unterschiedlichste Menschen zeigten uns ihr Leben im und mit dem Wald, und erzählten uns ihre Erlebnisse und Ansichten.
Der Förster und populäre Buchautor Peter Wohlleben gründete in Hümmel in der Eifel eine Waldakademie. Im Film zeigen uns seine Tochter Carina und die Försterin Lidwina Eichler das „Sozialverhalten“ der Bäume, so eigenartig das auch klingen mag. Sogar, dass die Eiche an einer Stelle vor der Buche Angst hat, ist eher unglaubhaft, aber sie führen uns zu der Stelle, wo es sichtbar ist.
Als Sandra Schilling, die Mutter eines Team-Mitgliedes, von Elfen und der Kraft der Bäume erzählt, belächelte es anfangs insgeheim wohl jeder von uns. Doch nach diesem Drehtag haben einige von uns eine neue Sicht auf den Wald erfahren. Im Film spürt man auch ihre überzeugenden Worte. Warum sollte man sich nicht einfach mal drauf einlassen, einen Baum zu berühren und zu beobachten was das mit einem macht.
Gesche Jürgens ist die Greenpeace-Expertin für Wälder und Biodiversität. lllegale Rodungen unserer Buchenwälder und der Regenwälder und die Problematik der großen Palmöl-Plantagen sind ihr Thema. Der Blick aus dem Weltall von ESA-Astronaut Alexander Gerst unterstützt ihre Ausführungen. Betroffen beschreibt er seine Beobachtungen von der Internationalen Raumstation, er schaut aus der großen Kuppel auf die Erde; von hier aus zeigt sich ihm, auf einem Blick, der katastrophale Zustand der brennenden Regenwälder am Amazonas.

Erschreckend nah bei uns wird alter Wald gerodet. Mehrmals besuchen wir die Baumbesetzer im Hambacher Forst. Die Umwelt-Aktivisten haben uns sehr beeindruckt und für lange Zeit nachdenklich gestimmt. Sie setzen sich aktiv ein, für den Wald. Wir stehen fassungslos am „größten Loch Europas“, der Aufschluss des Braunkohletagebaus Hambach, fast 500m tief, das Ende in der Ferne kaum zu erkennen. Der Hambacher Forst ist für uns ein Beispiel, dass Wald selbst direkt vor unseren Augen einfach verschwindet, und die Menschen die sich hier für den Erhalt einsetzen, führen ein abenteuerliches, gefährliches und sehr unbequemes Leben. In unserem Team entfacht sich eine Diskussion, die wir auch drehen: was denn wichtiger ist, die Natur oder der einzelne Mensch.
Manfred Krieger, einer unserer Lehrer, geht auf die Jagd. Im Verlauf des morgendlichen Drehs ist er aber genauso wie wir erleichtert, dass ihm in unserer Anwesenheit kein Wild in Schussweite kommt. Aber auch er vermittelt uns wieder eine andere Sicht auf den Wald.
Ganz anders ist Jasmin. Mit ihr verbringen wir einige Stunden im Wald. Sie nimmt uns nahezu liebevoll an die Hand, läßt uns ruhig werden und uns selbst entdecken. „Man soll den Wald nicht nur mit den Augen, sondern mit allen Sinnen wahrnehmen“, Jasmin Khalil ist Natur- und Wildnispädagogin in einem kleinen Ort in der Eifel. Mit ihr spüren wir den Wald.
Gesprochen und kommentiert wird unsere Dokumentation von Konrad Beikircher, er ist Kabarettist, Autor und Musiker. Eindringlich bringt er mit seinen Worten Inhalte und Stimmungen rüber.